Operative Therapie von Degenerationsprozessen

Die operative Therapie kommt bei den Patienten zum Einsatz, bei denen auch nach einer intensiven konservativen Behandlung keine Beschwerdelinderung bewirkt werden konnte. Neben dem Schmerzausmaß stellen das Auftreten von neurologischen Symptomen wie z.B. Lähmungen eine Operationsindikation dar. Berücksichtigen muss man die noch vorhandene Gehstrecke des Patienten unter Berücksichtigung seines Aktivitätgrades und seiner Begleiterkrankungen. Das Ziel der Operation ist die mono- oder multisegmentale Versteifung der Wirbelsäule, die abhängig vom Ausmaß der Erkrankung angegangen werden muss. Als sicherste Operationsmethode gilt dabei:

 

1.    Die operative Versteifung der Wirbelsäule durch eine mono- oder multisegmentale Instrumentation mit einem Pedikelschraubensystem ist heute Methode der Wahl.

2.     Eine solche Instrumentation gestattet:

3.      Notwendig sind aber eine Ausräumung der Bandscheibe und deren Überbrückung mit Knochen.

4.      Dies wird in einer Operation vom Rücken und vom Bauch durchgeführt.

ABER :

Eine multisegmental geschädigte Wirbelsäule wird auch durch einen derartigen Eingriff nicht in den Zustand eines 20-Jährigen gebracht. Diese Eingriffe können nach Jahren durch die Mehrbelastung der angrenzenden Segmente zu Folgeoperationen führen. Derartige Operationen setzen einen hohen Qualitätsstandard voraus. Dennoch gelten diese Operationsverfahren heute als Goldstandard der Wirbelsäulenchirurgie.