Operative Therapie

Die operative Therapie muss differenziert werden. Insbesondere Patienten mit gutartigen Tumoren und bösartigen Primärtumoren sollten operativ versorgt werden, wenn nicht eine andere Therapieform (Chemo-, Strahlentherapie) eine günstigere Tumorzerstörung bewirken. Eine absolute Operationsindikation besteht bei dem Eintreten oder dem Vorhandensein von Lähmungen und dem Nachweis von bedrängendem Tumorgewebe im Spinalkanal. Das Ziel der Operation sind die  Tumorentfernung in Verbindung mit einer mono- oder multisegmentalen Versteifung der Wirbelsäule. Als sicherste Operationsmethode bei primär bösartigen Tumoren gilt dabei:

 

 

1.   Die operative Versteifung der Wirbelsäule durch eine mono- oder multisegmentale Instrumentation mit einem Pedikelschraubensystem mit radikaler Entfernung des Tumors.

2.   Eine solche Instrumentation gestattet:

 

a.      Eine erneute Stabilisierung.

b.      Die weitestgehende Tumorentfernung.

c.      Eine miederfreie Nachbehandlung.

 

Einer operativen Therapie schließt sich im Fall bösartiger Geschwülste in den meisten Fällen eine Chemo- oder Strahlentherapie mit dem Ziel an, noch verbleibendes Gewebes zu zerstören.